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25. November: Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen

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25. November 2011 0 Kommentare

Der Internationale Gedenktag wurde von den Vereinten Nationen erstmals 1981 ausgerufen.

Der Gedenktag geht zurück auf die Ermordung der drei Schwestern Mirabal, die am 25. November 1960 in der Dominikanischen Republik vom militärischen Geheimdienst nach monatelanger Folter getötet wurden. Sie waren im Untergrund tätig und hatten sich an Aktivitäten gegen den tyrannischen Diktator Trujillo beteiligt. Der Mut der Mirabal-Schwestern bei ihrem Kampf gegen den Tyrannen gilt inzwischen als Symbol für Frauen weltweit, die nötige Kraft für das Eintreten gegen jegliches Unrecht zu entwickeln.
1981 wird der 25. November ein internationaler Gedenktag: Auf einem Treffen lateinamerikanischer und karibischer Feministinnen in Bogotá in Kolumbien würdigten die Teilnehmerinnen diese Frauen und riefen das Todesdatum der drei Frauen zum Gedenktag für die Opfer von Gewalt an Frauen und Mädchen aus.
Seit 1999 ist der 25. November auch von den Vereinten Nationen als offizieller internationaler Gedenktag anerkannt.

In Deutschland finden zahlreiche Veranstaltungen, Aktionen und Fachvorträge statt. Im Mittelpunkt stehen dabei Frauen, die häusliche Gewalt von Partnern erleben sowie alle Arten von Gewalt gegen Frauen weltweit. Damit wird nachdrücklich zur Beendigung von Gewalt gegen Frauen und deren Kinder aufgerufen. Initiiert und durchgeführt werden die Veranstaltungen maßgeblich von den regionalen Netzwerken gegen Häusliche Gewalt.

In Hildesheim:
Unter der Schirmherrschaft unserer Hildesheimer Bundestagsabgeordneten Brigitte Pothmer werden zum internationalen Aktionstag "Nein gegen Gewalt an Frauen" rund um den 25.11. in über 100 Geschäften in Hildesheim und im Landkreis Hildesheim 25.000 Brötchentüten mit dem Aufdruck "Gewalt gegen Frauen kommt nicht in die Tüte" verteilt. Die Aktion will auf das regionale Hilfs- und Beratungsangebot für Mädchen und Frauen aufmerksam machen.

Das Hildesheimer Aktionsbündnis:

Beratungs- und Interventionsstelle bei häuslicher Gewalt (BISS)
Frauenberatungsstelle des Sozialdienst katholischer Frauen (SkF)
Frauenhaus Hildesheim e.V
Internationaler Frauentreff des Asyl e.V.
Netzwerk für traumatisierte Flüchtlinge in Niedersachsen
WILDROSE - Beratungsstelle gegen sexuelle Gewalt e.V
Arbeitskreis Grüne Frauenpolitik
Gleichstellungsbeauftragte Landkreises Hildesheim
Kommunale Gleichstellungsbeauftragte im Landkreis Hildesheim
Gleichstellungsbeauftragte Stadt Hildesheim
Präventionsrat Hildesheim, AG Opferschutz
Gleichstellungsstelle HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst
Polizeiinspektion Hildesheim
Opferhilfebüro Hildesheim
Brigitte Pothmer, Wahlkreisbüro Hildesheim

Aus der Hildesheimer Allgemeinen Zeitung vom 21.11.11

Ein Recht auf Schutz und Hilfe

Aktion "Gewalt gegen Frauen kommt nicht in die Tüte"

Es kommt in den besten Familien vor. Rund 800 Fälle von häuslicher Gewalt werden der Hildesheimer Polizei pro Jahr gemeldet. 63 Frauen und ebenso viele Kinder flüchteten im vergangenen Jahr ins Hildesheimer Frauenhaus. Um die Öffentlichkeit auf das Tabuthema aufmerksam zu machen, startet am Freitag, 25. November, in 26 Hildesheimer und über 100 Bäckereien im Landkreis die Aktion: "Gewalt gegen Frauen kommt nicht in die Tüte".

Im eigenen Heim leben Frauen am gefährlichsten, gibt die Frauenrechtsorganisation "Terre des femmes" bekannt.Für Frauen ist das Risiko, vom Partner terrorisiert und verprügelt zu werden, weitaus höher als von einem Fremden tätlich angegriffen zu werden. Bildung, Einkommen, Alter und Religionszugehörigkeit spielen dabei keine Rolle. Die Polizei registrierte allein in diesem Jahr 665 Fälle häuslicher Gewalt in der Stadt. Aber man muss von einer "zweibis dreimal höheren Dunkelziffer" ausgehen, sagt Selma Fuchs vomFrauenhaus Hildesheim. Viele Frauen – laut Statistik des Bundesfamilienministeriums von 2004 ist jede Vierte betroffen – wendeten sich aus Scham nicht an die Behörden.
Der 25. November ist ein internationaler Gedenktag. In Hildesheim sorgt unter der Schirmherrschaft der Bundestagsabgeordneten Brigitte Pothmer ein Aktionsbündnis unter anderem aus Beratungsstellen, Stadt und Landkreis, HAWK, Präventionsrat und Polizei zum fünften Mal dafür, dass dieses Datum nicht vergessen wird. An Kiosken, in Lebensmittelläden und Bäckereien werden Brötchen in Tüten verkauft, die bedruckt sind mit dem Motto: "Gewalt gegen Frauen kommt nicht in die Tüte".
Insgesamt werden 25000 Papiertaschen mitsamt innen liegendem Infozettel mit den wichtigsten Hilfenummern in Umlauf gebracht und kommen da hin, wo Gewalt am häufigsten vorkommt: In den häuslichen Nahbereich.
Das Bündnis "25. 11." will Betroffenen Mut machen, sich aus einem zerstörerischen Umfeld zu lösen. Opfer haben ein "Recht auf Schutz, Beratung und Begleitung", unterstreicht MO Meyer-Herrmann vom Verein Wildrose. "Gewalt in der Familie ist keine Privatsache", betont Ingrid Wiltzsch von der Polizeiinspektion Hildesheim. Seit Inkrafttreten des Gewaltschutzgesetzes im Jahr 2001 ist sie als Straftat definiert. Damit die Kampagne "Gewalt gegen Frauen kommt nicht in die Tüte" auch in Zukunft bestehen kann, erbittet das Frauenhaus Spenden auf das Konto 801 295 9 bei der Sparkasse Hildesheim, Bankleitzahl 259 501 30, Stichwort: Öffentlichkeitsarbeit.

 

ASF fordert mehr Unterstützung für Frauen und Mädchen!

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Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) • 25. November 2011

Heute ist der Internationale Tag für die Beseitigung von Gewalt gegen Frauen. Dazu erklärt die Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF), Elke Ferner:

Die SPD setzt heute erneut ein sichtbares Zeichen gegen Gewalt an Frauen. Anlässlich des UN-Gedenktages „NEIN zu Gewalt an Frauen“ wird heute vor dem Willy-Brandt-Haus eine Fahne als Zeichen gegen Gewalt an Frauen gehisst.

40 Prozent der in Deutschland lebenden Frauen haben seit ihrem 16. Lebensjahr körperliche und / oder sexuelle Gewalt erlebt. Ein Viertel der Frauen in Deutschland hat Gewalt durch aktuelle oder frühere Beziehungspartner erlebt. In Teilen der Welt sind bis zu 59 Prozent der weiblichen Bevölkerung von Gewalt betroffen. Das muss sich ändern!
Unsere besondere Aufmerksamkeit gilt heute Frauen mit Behinderungen. Diese Frauen erfahren deutlich häufiger als andere Frauen Gewalt und sexuelle Übergriffe. 58 bis 75 Prozent der Frauen mit Behinderungen haben körperliche Gewalt erlebt. 21 bis 44 Prozent der Frauen haben sexuelle Gewalt erlebt. Das sind erschreckende und beschämende Zahlen. Wir müssen Opfer von Gewalt rechtlich unterstützen, damit sie wirksam gegen die Täter vorgehen können, die sich an diesen Frauen vergehen. Erforderlich ist ein Rechtsanspruch auf kostenlosen Zugang zu allen Hilfen und Schutz. Frauenhäuser und Hilfe-Telefone müssen sich auch auf Frauen mit Behinderungen einstellen, da diese Frauen und Mädchen oft einen erschwerten Zugang zu öffentlichen Hilfen haben. Zudem müssen in Werkstätten und Einrichtungen, in denen Menschen mit Behinderungen leben, wirksame Präventionsmaßnahmen ergriffen werden.
Am Internationalen Tag für die Beseitigung von Gewalt gegen Frauen denken wir an die Opfer, die keine Stimme haben. Wir müssen das Thema Gewalt gegen Frauen in die Öffentlichkeit tragen und nicht verschweigen. Nur so können wir Gewalt wirksam bekämpfen.



    Bürgergesellschaft     Gleichstellung     Menschenrechte

 

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